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ŘÍP - Den Vortrag der Universität Duchovní univerzita Bytí

Den Vortrag der Universität Duchovní univerzita Bytí

 
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Sehen Sie sich die vollständige Information über diesen Titel an.DVD ŘÍP - Den Vortrag der Universität Duchovní univerzita Bytí
Auf dieser DVD versuche ich, die Hauptgedanken der Philosophie des Seins aufzuzeigen. Tatsächlicher Autor dieser DVD bin nicht ich, sondern mein Lehrer Josef Zezulka, dessen Schüler und Nachfolger ich bin. Die DVD ist eine geringfügige Wiedergutmachung für die Weißheit – die Lebensphilosophie des Seins, welche er sich bemühte mir weiterzugeben. Im stillen Gedenken Tomáš Pfeiffer

DVD-Video - Audio & subtitles: CZ | EN | DE | FR | IT | ES | RU | EO - Total time: 70:30

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Mitschrift - DVD ŘÍP

Den Vortrag der Universität Duchovní univerzita Bytí

Die Stiftung Nadace Bytí präsentieren den Vortrag der Universität Duchovní univerzita Bytí von Tomáš Pfeiffer. Der Berg Říp.

Ich heiße dich, der am Anfang der Veränderungen steht, willkommen.
Das Platonische Jahr ist eingetreten.
Nicht nur die Zeit erbebt im Rhythmus des Geschehens zum Ruhm des neuen Wassermannzeitalters.
JEUA, der Überbringer aus Prag, kommt dir zur Hilfe.
Von Generationen erwartet und angebetet wird er dich auf dem Weg begleiten.
Wirst du seine Worte hören können?
Menschen suchten seit jeher das, was sich hinter dem Wort „Gott“ verbirgt. Zuerst dachten sie, dass Gott durch einen Berg, einen Stein, einen Fluss begrenzt ist. Später nahmen sie Gott als eine einigende Urkraft, eine Gesamtheit wahr, die hinter allem Existierenden steht. Vielleicht fragen Sie sich, warum ich hier auf dem Berg Říp stehe, dem Symbol des tschechischen Staates mit einer großen Bedeutung für die tschechische Geschichte. Aber das hängt eng miteinander zusammen, denn der Suche nach dem Wesen Gottes, des Daseins, hilft nicht so sehr ein Genie, das durch sein Nachdenken zur Einsicht kommt, sondern ein Überbringer, der alle 2000 Jahre kommt und mit einem Mal einsieht – er ist derjenige, der gegen den Strom der Zeit aus den höheren Lebensformen zurückkehrt, um uns den Weg und die Richtung zu zeigen. Menschen scheinen nämlich nicht fähig zu sein, immer das richtige Ende des Seils zu finden. Wir haben die Ära der jüdischen Überbringer hinter uns – Moses, Abraham, Jesus – und es kommt die Zeit, wo sie in ein neues Volk geboren werden, wieder dreimal. Der Erste von ihnen war bereits hier und brachte seinen Teil der Erkenntnis im Namen des neuen Wassermannzeitalters. Der Überbringer ist mit diesem Land verbunden, deshalb stehe ich hier. Dieses Volk und diese Gegend werden die Fackel der Kultur des Geistes weiter tragen. Es wird das, was er zu uns bringt, weiterverbreiten. Gott ist die grundlegende, wichtigste Existenz. Er ist ein Zustand, obwohl das Wort „Zustand“ unzulässig ist. Es ist menschlich unbeschreiblich, trotzdem versuche ich, es zu erklären. Es ist ein Zustand, im dem alle Dimensionen gleichzeitig existieren, alle Zeiten, die es gab, gibt und geben wird. Aber das ist ein Bestandteil des Schöpferischen Werkes. Alles, was sich ereignet, ereignet hat und ereignen wird, existiert in der festen Einheit des Seins, noch nicht geteilt, kristallisiert zum Schöpferischen Werk, das wir Menschen als Fortschreiten und Zeit wahrnehmen und so hier unser Schicksal, unsere Lebensereignisse finden. Trotz der gewaltigen, wundervollen Größe dieses Gebildes ist es wieder nur ein geringer Teil, wenn man beim Unendlichen von einem Teil sprechen kann. Weil das Existierende nur ein kleiner Teil vom Nichtexistierenden ist. Einmal nach einer riesig langen Zeit atmet die Substanz aus. Ein geringer Teil wurde und wird getrennt. So entstehen die erste Dimension und die erste Zeit. Denn ohne diese ersten zwei Punkte, die sich weiter in zwei teilen, also in eine Vierheit, gibt es keine Dimension oder Zeit. Dabei ist die Substanz eigentlich dasselbe wie das Schöpferische Werk. Auch sie hat Teile, sie sind nur nicht getrennt. In ihr gibt es Pole von allem, nur verbunden. Mit der Entwicklung des Lebens auf der Erde kamen auch Möglichkeiten, die gesetzmäßig, durch die Entwicklungsstufe festgelegt waren. Das Wesen kann sowohl als Pflanze als auch als Tier auf eine bestimmte Weise vorankommen, als ein Mensch - noch höher. Mit dem Mensch kommt die Zeit, in der die Entwicklung aktiv beeinflusst werden kann, und wo das beginnt, was oft als geistiger Weg bezeichnet wird. Vor der Ankunft des Überbringers – und das ist wieder sehr typisch und gesetzmäßig - herrscht immer die größte Vielfalt von geistigen Anschauungen. Es sind die alten, tausend Jahre wiederholten Anschauungen, die nicht nur verbessert, sondern oft eher nur von Generationen von Menschen deformiert wurden. Von denen, die sich in ihnen orientierten und sie einnahmen. Wir haben hier auch neue Sprosse, weil unsere Zeit einen größeren Druck auf das Schöpfen, das Suchen ausübt, und so schöpfen manche auf falschen Grundlagen etwas noch Fehlerhafteres. In dieses Chaos wird immer derjenige geboren, der den Weg der Menschen korrigieren und ihnen die Wahrheit geben soll, er wird jedoch nicht angenommen, weil er für sie ein Störenfried ist. Sie wissen doch Bescheid, die Väter ihrer Väter wussten und kannten, sie studierten, und dann kommt jemand, der mit 33 Jahren plötzlich sagt: „Es ist anders“. Er beginnt, Fehler zu korrigieren, und das wird immer sehr schwer akzeptiert. Trotzdem ist der geistige Weg real, er kann schwächer, besser, sogar einwandfrei sein. Der Mensch kann ihn annehmen, er muss jedoch nicht. Weil er immer die Wahl hat, es herrscht Freiheit. Es gibt keine Entwicklung ohne Freiheit, denn dort, wo etwas erzwungen ist, wird es nie tief genug angenommen. Und so kann man immer zwischen dem Gesetz des Geschehens, der Reflexion – die Inder nennen es Karma – und seiner eigenen Aktivität pendeln. Der Streit beginnt jedoch dort, wo über das Wesen der Aktivität entschieden wird. Wegen des unfertigen Entwicklungsstandes des Menschen – er ist doch erst der Erste nach den tierischen Vorfahren – kommt es immer noch zu oft vor, dass er zu der Vorstellung neigt, dass der geistige Weg nur eine Wiederholung, Ausübung ist, und er sieht in seiner Ausrichtung oder der religiösen, philosophischen Tätigkeit den Sinn und das Ziel. Wir müssen aber nach der Konstruktion von allem um uns herum fragen, warum ist es eigentlich so, wie es ist, und wie ist es? Man benutzt das Wort „Liebe“ bei jeder Gelegenheit, vor allem in der letzten Zeit, und trotzdem gibt es oft so wenig Liebe unter den Menschen. Wer getrennt ist, kann nicht lieben. Nur derjenige, der mit dem Objekt seiner Liebe verschmilzt, liebt wirklich. So kann man sagen, dass Gott selbst die höchste Form der Liebe ist. Er ist jeder von uns und alles, was existiert: von einem Stein, über einen Baum, einen Busch bis zu einem Luftmolekül, einem Planeten oder allem anderen. Diejenigen, die in diesem Gebilde ihrer eigenen Entwicklung folgen, nähern sich ab einer bestimmten Zeit diesem Zustand, der Substanz. Und dieses Annähern beginnt erst dann, wenn sie nicht mehr in auf sich bezogener Eigenliebe ihren eigenen Nutzen, selige geistige Zustände, z.B. das Nirwana, suchen, sondern wenn sie beginnen, diese Dualität der Vielheit zu der Einheit des Seins zusammenzusetzen. Und so sind sie in ihrem Bewusstsein „ich bin“ immer dem grundlegenden Bewusstsein der Substanz und des Gottes näher, wenn das überhaupt möglich ist. Aber es ist in jeder Stufe bis zu einem bestimmten Grad möglich.

Später werden Menschen verstehen, dass sie oft nur Zeit vergeudet haben. Wie viel wertvolle Entwicklungszeit sie verloren, weil sie den Überbringern nicht zuhörten, weil sie keinen blinden Glauben wollten: „Du muss glauben, dass es so ist.“ oder: „Du sollst das und das tun, es ist so vorgeschrieben.“ Sie wollten nur das Eine: Eigene Entwicklungsaktivität des Menschen, seine Veränderung. Und das ist der grundlegende Sinn des geistigen Wegs. Man kann im Prozess der Autosuggestion die Liebe annehmen, die Erweiterung seines Bewusstseins, es ist jedoch immer nur eine Autosuggestion. Erst wenn man diesen Begriff mit ganzem Wesen und vollkommen akzeptiert – wird man buchstäblich zu ihm, dann kann man von der Bewältigung eines bestimmten Problems sprechen. Der geistige Weg verläuft auf mehreren Stufen. Die ersten, grundlegenden sind eine allgemeine Orientierung, dann kommt ein immer tieferes Durchdenken der Probleme, später die Meditation, die als ein Gegenpol, ein Nachdenken durch Emotionen, das eigentliche Ziel setzt und den Weg abschließt. Der Verstand dient nämlich dazu, nur eine Hälfte der Erkenntnis zu gewährleisten. Die zweite Hälfte ist die intuitive sowie emotionalle Wahrnehmung, die sich an dem Endergebnis der vorigen Arbeit beteiligt - das Miterleben bis in die Tiefe des Wesens, dem diese Eigenschaft und Fähigkeit dann für immer eigen ist. Das mit dem Verstand Angeeignete geht im nächsten Leben verloren. Das Gehirn wird nicht identisch wie im vorherigen Leben erneuert, sondern durch andere Einflüsse geformt. Einschließlich der Einflüsse des Wesens, das sich mit dem neugeborenen Geschöpf verbindet. Nur das durch Emotion Angeeignete wird zusammen mit dem Geist oder der Seele übertragen und wird das Wesen formen, aber nur wenn es angenommen wurde. Es kommt die Zeit, in der naive Glaubensrichtungen verlassen werden, in der man die Entstehung einer neuen, wissenschaftlichen Religion erwarten kann, die sich wieder mit Vernunfterkenntnis verbindet. So wie früher, obwohl sicher nicht mehr in der reinen Form. Denn der letzte Überbringer wurde getötet, bevor er seine Mission zu Ende bringen konnte, und das war sicher sehr Schlimm. Vielleicht konnte man nur zu seiner Zeit über die reine Erkenntnis sprechen. Bereits einige Jahre nach seinem Tod waren es wieder nur Menschen, die dem Erkannten auch ihren eigenen Einfluss, auf ihrer eigenen Stufe, hinzufügten. Das ist natürlich. Niemand kann über seinen Schatten springen. Man hört nur das, was man selbst ist, und noch ein Stück mehr – und das ist unsere Chance. Ich warne also vor autosuggestiver Seeligkeit in den geistigen Wegen. Ich warne vor Zerstörung des Geistes. Und ich glaube, dass man sich am stärksten nach der Veränderung sehnen soll, also nicht nach dem Weg selbst, sondern nach der Veränderung. Und nach dem Ergebnis das daraus hervorgeht, ein positiver Bestandteil des Schöpferischen Werks zu sein. Was für einen Sinn hätte es, wenn ich jetzt hier in meine Hand beißen würde? Wozu wäre es nütze? Ich würde Schmerz empfinden, weil ich mein Wesen als ein Ganzes empfinde. Trotzdem verhält sich der Mensch heute genau so. Er beißt sich im übertragenen Sinne in seinen Körper dadurch, dass er praktisch alles um sich herum zerstört, und weil er durch die Blende des Egoismus getrennt ist, nimmt er nicht wahr, dass es weh tut. Geistige Menschen empfinden jedoch alles um sich herum, und es ist für sie doppelt so schmerzlich. Aber auch das gehört zu dieser Berufung.

Kommen wir noch einmal zum Überbringer zurück. Er ist ein Wesen, das den Weg des Lebens ging – denn es gibt keine Zeit, sie ist nur eine Vorstellung von denen, die sie wahrnehmen – bereits lange, lange vor uns. Er ist das gesamte Wesen der Menschheit. Das Wesen des Schöpferischen Werkes, das in seinem Bewusstsein das Bewusstsein jedes Menschen und alles Existierenden beinhaltet. Dieses Wesen nimmt sich als das Ganze wahr. Und es nimmt ganz logisch jede Unvollkommenheit als seine eigene wahr, jedes Leiden ist sein eigenes Leiden – es ist das Ganze. Es kommt dann zur Verbesserung und Erleichterung freiwillig zurück, in eine viel niedrigere Lebensstufe, als es selbst ist, und hier wird es mit seiner Fähigkeit zu wissen, dem Geschenk des Glaubens, der Begabung direkt ohne zu lernen, ohne jemandem zuzuhören – ich mache nochmals darauf aufmerksam, dass es mit 33 Jahren erwacht und dann schon weiß – also dieses Wesen gibt die wesentliche Wahrheit des Lebens weiter, so wie sie ist, ohne Rücksicht auf gegenwärtige Rituale, auf philosophisch-religiöse und andere Richtungen, auf Überzeugungen und Bindungen. Auch der Überbringer entwickelt sich in seiner Präsenz. Es ist aber nicht er, der sich entwickelt, sondern die Menschen. So wurde einmal die Wahrheit in schöner dichterischer Form verkündet, und ein anderes Mal in fast exakten Ausdrücken, und trotzdem ist es dieselbe Wahrheit, die entwickelt wird. Er kann nur so viel geben, wie die Menschen zu verstehen imstande sind. So gibt er eigentlich ein bisschen mehr, aber dies kann den Menschen nur so weit helfen, dass es für sie zum Nutzen ist. Vielleicht wird der nächste Überbringer, der in 2000 Jahren ab diesem Augenblick kommt, davon sprechen, was wir heute vielleicht nicht einmal verstehen könnten. Und wer weiß, wie es mit dem Nächsten und Nächsten sein wird. Überbringer kommen nur in menschliche Geburten, denn erst seit dem Menschen, ungefähr seit der Mitte der Entwicklung unserer Art, kann die Entwicklungsaktivität dazu kommen. Erst der Mensch kann das aktive Denken annehmen, deshalb geschieht es so. Der Überbringer ist eigentlich das höchste kosmische Wesen. Er muss nur den menschlichen Körper mit seinen Vor- und Nachteilen annehmen, auch mit seinen Eigenschaften, das wird oft vergessen. Menschen neigen oft dazu, den Überbringer zu vergöttern, und sehen nicht, dass vor ihnen ein Wesen steht, das durch seine Menschlichkeit begrenzt ist, und wegen der Menschlichkeit sehen sie dann oft das Wesentlichste nicht: die gewaltige Tiefe des Wesens, die nicht gesehen werden kann, weil sie nicht offenbart wird, und nur in kurzen Momenten kann sie – sollte es jemanden interessieren - teilweise gezeigt werden. Es ist das höchste Ereignis der menschlichen Geschichte. Es wiederholt sich alle 2000 Jahre, eines ist gerade vorbei. Schwierig zu sagen, ob es vorbei ist. Vielleicht sind wir an seinem Anfang. Wir hatten Glück, dass wir keine Möglichkeit hatten, unseren Überbringer zu töten. Er war nicht einmal sehr bekannt, deshalb konnte er arbeiten, nicht in Ruhe, das wäre ein zu starkes Wort, aber trotzdem arbeiten und seine Gedanken für nachfolgende Geschlechter hinterlassen. Hoffentlich half es im Wassermannzeitalter zur weiteren Entwicklung. Es ist natürlich, dass der größte Widerstand immer bei denjenigen entsteht, die dem Weg voriger geistiger Lehrer und Ratgeber folgten, aber es ist eigentlich menschlich, denn der Widerspruch ist nicht unter ihnen, sondern der Widerspruch ist im menschlichen Geist, im Verständnis. Sie sagen alle dasselbe, unterscheiden sich nicht voneinander, vielleicht nur in der Überlieferung, aber der Sinn, die Wahrheit ist eins. Hoffentlich beginnt für die Menschheit wirklich das vorhergesagte goldene Zeitalter, wenn nach einer Zeit großer Unruhen und Veränderungen eine relativ ruhige und weise Periode beginnt. Prag ist der Ort, der in dieser weiteren Episode der Geschichte die Hauptrolle spielen wird.

Hier entsteht ein geistiges Zentrum von weltweiter Bedeutung. Bisher ist es immer noch ein Gären, das von der Vervollkommnung der Ideen begleitet wird. Noch mehr als anderswo treten hier alle bisher bekannten Richtungen und Kulte hervor, um schließlich von Menschen verlassen zu werden. Der Überbringer hat es anhand folgenden Bildes erklärt: „Ich stand im Wladislaw-Saal und es gab dort Gruppen von Menschen. Ich wusste, dass ich die Aufgabe habe, diesen Menschen, bildlich gesagt, das Zählen beizubringen. In jeder Gruppe stand ein Mensch, der seine Meinung über das Rechnen verkündete. Einer sagte: "eins plus eins ist fünf", ein Anderer wieder: "zwei plus zwei ist drei", und noch ein Anderer: "fünfzehn plus acht ist vierzig". Ich stand dort und überlegte, was ich tun soll. Und mir kam Folgendes ins Bewusstsein: Kämpfe nicht gegen einzelne Prediger von Meinungen, das wäre sinnlos. Bringe den Menschen die Gesetzmäßigkeiten des Rechnens bei, bringe ihnen die Zahlengerade bei, und sie werden dann selbst erkennen und entscheiden können, was richtig und was nicht richtig ist, weil sie imstande sein werden, es zu beurteilen.“ Und das ist der Unterschied zwischen einem blinden und einem wissenden Glaubenden. Der blind Glaubende wird oft auch künstlich in der Überzeugung gehalten, dass seine geistige Einstellung ohne jemanden anderen nicht erhöht werden kann. Und der geistig Wissende weiß, dass die Welt eine Änderung, ein Rhythmus, eine Entwicklung ist.

Der letzte Überbringer brachte eines der größten Geheimnisse der Natur, die der Mensch je kannte. Er legte restlos die Entstehung alles Existierenden dar. Bisher ahnten wir Menschen in unseren Vorstellungen nicht, warum das Existierende existiert und woher es kommt. Er hat erklärt, dass aus der unendlichen und großen Substanz der Impuls, die Ausatmung kam, als ihr kleiner Teil in zwei Pole getrennt wurde. Damit diese ursprüngliche Dualität wieder zur Dualität wird, werden diese zwei Grenzpole in zwei getrennt. Das erste Paar stellt ein Paar von widersprüchlichen, antagonistischen Kräften dar. Aus der Einheit wird also das Paar der Antagonismen der Zentripetal- und Zentrifugalkraft getrennt. Auf der anderen Seite sind die Hitze und ihr Gegenpol, die Kälte. Es ist schwer zu verstehen, wie man diese zwei Pole zu einer Einheit verbindet. Wie könnten Hitze und Kälte gleichzeitig sein. Ich höre den Skeptiker, wie er einwendet: „Das ist doch Unsinn.“ Und trotzdem ist es möglich. In der nächsten Trennungsphase werden diese zwei antagonistischen Pole wieder geteilt, und es entstehen selbständige Teile, also Hitze, Kälte, Zentripetalkraft und Zentrifugalkraft. Jede dieser Urquellen, Kräfte, Urelemente hat ihren Charakter. Und es gibt nichts, was es geben könnte, was nicht aus diesen Vier wäre. Jede von ihnen ist gleichzeitig ein Bestandteil des Ganzen und gleichzeitig getrennt. Wie ein Tropfen im Meer gleichzeitig ein Tropfen und auch das Meer ist. Mit dieser Erkenntnis kann man sowohl das Leben der Masse, als auch das Leben des Geistes und schließlich auch das Leben der Energie erklären. Die Tiefe dieses Verständnisses ist so wunderbar, dass der Mensch von heute – meiner eigenen Erfahrung nach – an diesen Erkenntnissen nur vorbeigeht, ohne zu wissen, was er mit ihnen tun soll. Sie passen nicht in seine jetzige Weltanschauung oder eher in seine Gewohnheit. Das alles wird jedoch vergehen, und die Menschen werden begreifen, dass dies die wirkliche Tiefe ist. Seine Erkenntnis des Sinns des Lebens, also einer weiteren philosophischen Disziplin, nach der man seit Anbeginn, der Menschheit fragt, ist auch erstaunlich. Wir waren immer sehr lange egoistisch, also nur ich: ich – der Mensch, ich – meine Familie, ich – dieser Planet. Jetzt kommt die Zeit, in der es zur großen Verbindung kommt - allmählich, weil jeder Anfang schwer ist. Der Mensch wird nicht mehr das Zentrum des Weltalls, er allein Gott ähnlich sein. Bald kommt der Anbruch einer neuen Einsicht des Wassermann-Zeitalters, einer wahrhaftig vollständigen Einsicht über sich selbst als ein Ganzes. Jedoch nur auf unserem Niveau. Nach uns kommen Höhere und noch Höhere. Wir sind einzig und allein die Menschen dieser Stufe. Es kommen höhere Menschenarten als wir, mit viel größeren Möglichkeiten, die Verhältnisse zwischen dem Existierenden und nicht Existierenden zu verstehen, zwischen der Unendlichkeit und Endlichkeit, zwischen dem Raum und der Un-Räumlichkeit, aber wir beginnen. Seien wir dankbar für das, an das wir heranreichen. Seine Erklärung der erlebten Liebe werden wahrscheinlich erst Kommende Generationen zu schätzen wissen.

So wie sich der Schöpferische Vierer in vier Kräfte, Urelemente unterteilte, entstand gleichzeitig mit dieser Teilung auch die Zeit. Die Zeit, das ist das Pendeln zwischen den Polen, zwischen Grenzlinien. Und es gilt hier wieder das Gesetz, dass das im Schöpferischen Werk Existierende immer pendelt, es unterliegt diesem Geschehen. Es gibt verschiedenste Zyklen, vom Herzschlag, vom Atem des Menschen oder anderer Geschöpfe, von den Jahreszeiten, vom Umlauf von Atomen, bis zu praktisch allem Denkbaren. Diese Zyklen betreffen auch das Ankommen der Überbringer, das gesetzmäßig dem 2000-jährigen Zyklus, mit ein paar Zeiteinheiten mehr oder weniger, unterordnet ist. Die Zeit ist nämlich auch kein so fester Faktor, wie man sie gern haben möchte. Es gab Zeiten, als das irdische Jahr 360 Tage dauerte, manchmal auch weniger. Die Erde drehte sich manchmal langsamer, manchmal wieder schneller um die Sonne. Der Überbringer kommt alle 2000 Jahre. In der Zwischenzeit werden geistige Meister geboren, die die Aufgabe haben, das Gebrachte bestenfalls zu verbreiten, im schlimmeren Fall auch aus den völlig zerstörten Trümmern des Doms der geistigen Erkenntnis wenigstens teilweise die Reste zu retten. Ich mache auf einige wichtige aus der letzten Zeit, aus den letzten Jahrhunderten nach Christi aufmerksam: z.B. unser Johann Amos Comenius oder Meister Jan Hus. Der Letztere bewährte mehr als andere die Widerstandskraft und die menschliche Standhaftigkeit der Erkenntnis. Ich glaube, dass auch Christus, als er zu seiner Hinrichtung ging, in einem Teil seines Wesens hoffte, dass Menschen begreifen und dass er sie überzeugen wird. Er hatte doch Recht, die Wahrheit war so klar und verständlich, und er war meiner Meinung nach nicht so naiv, um nicht zu wissen, wie menschliches Denken aussieht und wohin es reichen kann, aber trotzdem denke ich, dass er auf das menschliche Denken hoffte. Auch Meister Jan Hus ging zu seiner Hinrichtung und ich glaube, er hoffte, dass er die Mächtigen der geistigen oder materiellen Welt überzeugen wird. Es kann doch nicht sein, dass Gott gegen eine menschliche Erfindung, irgendwelche Metallscheiben, Vergebung gibt. Dann könnten wir doch genauso gut auch mit Muscheln oder Kieseln bezahlen, oder mit jeder beliebigen Sache, auf die man Wert legt. Es gibt auch weitere bekannte, hoch entwickelte geistige Führer, z.B. Buddha und andere. Aber es gibt nur einen Überbringer. Vor dem Ende seiner Mission, wenn er bereits das Ende spürt, kommt zu ihm einer, der aus seinen Schülern ausgewählt wird, und dieser trägt dann seine Fähigkeit weiter, denn das Überbringen trägt zwei Fähigkeiten in sich: erstens ist es die Heilungsgabe, die geistige Heilung, zweitens dann die Gabe des Geistes, das heißt die geistige, nicht materielle Erkenntnis, die sich aus dem Überbewusstsein entwickelt, aus dem gesamten Bewusstsein des Schöpferischen Werkes. Er übergibt sie also diesem seinen Schüler, einem, der nachher sein ganzes Leben bis zum Tod weitermacht. Und vor seinem Tod übergibt er sie an einen Weiteren, und dieser dann wieder an einen Weiteren. So wird die Lehre bis zur Ankunft des nächsten Überbringers im Rhythmus der Zeit getragen. In der letzten historischen Erfahrung konnten wir sehen, dass es leider nie gelang. Bereits die ersten Nachfolger, die nach Christus kamen, fanden Wege, die sich von seinem ursprünglichen Denken und seiner Philosophie unterschieden. Petrus übergab noch die reine Lehre, dann war jedoch alles ein wenig anders. Wissen Sie, Lügen haben kurze Beine. So nähern sich nun einige Lügen ihrem Ende. Es wurden Quellen aus sehr früher christlicher Zeit gefunden, und zur großen Überraschung der Übersetzer beinhalteten sie keinen Appell zum blinden Glauben, sondern einen Appell zur eigenen geistigen Arbeit und zur Verbesserung des Menschen. Derjenige, der alles andere wie auch sich selbst verbessert, folgt dem Geiste Christi. Und derjenige, der sich an die eigene geistige Stufe kettet, nur seine eigene Entwicklung oder Größe sucht, der folgt seinem Geist sicher nicht.

Wir werden sehen. Das Geschehen wiederholt sich. Die 2000 Jahre vergehen und dann kommt die Zeit, die sowohl eine große Entwicklung, als auch einen großen Rückgang bringen kann. Es liegt in den Händen der Menschen. Als Christus kam, wurde prophezeit, dass der König der Könige kommt. Und die Menschen bekamen Angst. So wollten die Könige den wirklichen König töten. Es kam der bekannte Kindermord, unsinnig und dumm, weil sie ihn sowieso nicht töten konnten – die Zeit war noch nicht reif. Es ist paradox, denn das, was dieses Wesen bringt, ist das allgemeine Wohl für alle. Sowohl die niedriger als auch die höher Gestellten, im schlechteren oder besseren Schicksal, alle können daraus den größten Nutzen ziehen, weil Christus die Gesetze Gottes bringt. Denn auch der Jetzige brachte uns bei, was das Gesetz des Schicksals ist, woraus es besteht, von welchen Faktoren es geschaffen wird, wie man sein Schicksal erleichtern und was es erschweren kann. Er brachte uns die Beziehung zum Leben bei, dass wir nicht töten, morden sollen, auch nicht niedrigere Geschöpfe, wir sollten vegetarisch leben, weil auch der Letzte es war, trotz allem, was ihm in den Büchern zugeschrieben wurde. Es hängt nur von uns ab, ob wir gehorchen, nachdenken und annehmen oder aus sinnloser Angst ablehnen und dagegen kämpfen. Der größte Gegner Christi war der Schriftgelehrte, weil Christus eine neue Lehre brachte. Der größte Gegner von Moses war der Anhänger von Abrahams Lehre, weil Moses eine Korrektur von Abrahams Lehre brachte – aber war es wirklich eine Korrektur? Nein. Er sagte nur das Gleiche. Man sollte sich vergegenwärtigen, dass das was Menschen lernen und oft sinnlos wiederholen, keineswegs das Wort des Überbringers sein muss. Das größte Paradoxon liegt darin, dass jeder vernünftige Mensch auf der Welt sich seine Ankunft wünscht, sich nach der Wahrheit sehnt und sie sucht. Wenn er aber kommt, ist es oft dieser Mensch, der als erster den Stein nimmt, um ihn auf denjenigen zu werfen, nach dem er sich eigentlich so sehnt. Es ist komisch. Vielleicht ist aber jede Art Steinigung oder andere Folterung menschlich. Es ist dadurch verursacht, dass Menschen bisher zu wenig denken und eher Schemen suchen. Weil ich gerade die Lehre, die auch mein Großvater und Vater gelernt haben, annahm, muss sie also wahr sein, und mein Bekenntnis ist das einzig Richtige. Würde ich auch tausendmal von jemandem anderen eine wahrhaftige Auslegung bekommen, nehme ich sie nicht an. Weil ich es so gelernt habe, muss es also wahr sein. Das ist der Grund, warum Menschen so ungern eine neue Lehre annehmen. Weil natürlich die Reife gleichzeitig der Fähigkeit zu denken, des Gleichgewichts bedarf. Das ist jedoch nicht wegen Unreife so, sondern wegen des Ungleichgewichts im Prinzip des menschlichen Denkens. In der Gegenwart erleben wir eine der schlimmsten Niedergangszeiten des Rationalismus. Vor einiger Zeit erlebten wir eine der schlimmsten Niedergangszeiten der Intuition. Beides brachte eigentlich gleiche Schäden, nur in unterschiedlichen Bereichen. Heute verhöhnt der Wissenschaftler das Gefühl: „Das brauchen wir nicht, es ist Ballast, nur der rationelle, kalte, strikte und kritische Verstand gibt uns Anspruch auf Erkenntnis der Wahrheit.“ Aber das stimmt nicht. Wir sehen es doch heute klarer denn je.

Menschen, die im Gleichgewicht denken wollen, müssen beide Hälften füllen: durchdenken und durchleben. Weil der von der Kette losgerissene Verstand ein Zerstörer ist, ein ungewöhnlich starker Zerstörer, und dasselbe gilt für das Gefühl. Man soll also nicht nur glauben, sondern auch wissen wollen. Nicht nur wissen wollen, sondern auch glauben, durchleben. Dann werden wir vor Fanatismus geschützt. Denn gerade der Fanatismus hat die reinsten, schönsten Lehren zerstört. Wenn die, die Christus am nächsten sind, begreifen, wer er wirklich ist, sind sie in großer Gefahr, weil sie beginnen, sich als Auserwählte, Höhere zu empfinden. Oft werden sie, statt zu dienen und in Demut zu handeln, zu Fanatikern. Und das ist der Anfang vom Ende. Daran ist nicht Christus schuld, nein, daran sind diejenigen schuld, denen er das Menschwerden beizubringen versuchte.

Die Zeit ist eine Größe, die von einem Menschen, von einem Geschöpf, von der Substanz, eigentlich von jedem unterschiedlich wahrgenommen wird. Man kann sagen, dass die Zeit auf ihre Weise eine Funktion der Wahrnehmung ist. Schwer zu sagen, ob der Mensch länger lebt, oder die Eintagsfliege, die nach einem Tag stirbt. Sie kann nämlich in den ihr gegebenen Stunden vielleicht auch mehr erleben, als ein Mensch in hundert Jahren. Menschen unterliegen ein bisschen der Vorstellung der Kausalität. Sie funktioniert und das ist wahr, sie ist ein Naturgesetz, so dass ein Geschehen von einem anderen abhängt und dieses dann an ein weiteres anknüpft. Es gibt die Geschichte, die Gegenwart und die Zukunft. Das ist eine, dem Menschen gegebene dreidimensionale Wahrnehmung. Es gibt auch andere Möglichkeiten, die Zeit wahrzunehmen. Höhere Stufen des Lebens erkennen allmählich immer größere und größere Zeitabschnitte als ihre Realität. So kann ein geistig Strebender und Wissender am Ende jede Zeit, die es gab, gibt und geben wird, als seine Gegenwart wahrnehmen. Und es wird die gleiche Wahrnehmung sein, wie ich sie heute als ein Mensch habe, der diese Realität wahrnimmt, in der ich mich jetzt befinde und von der mein Gefühl oder die Überzeugung über die Realität abhängt. Vielleicht lernen Menschen später auch anders, als nur durch Geburt in andere Zeitzonen überzugehen. Jede Geburt, die ankommt, wird nur dort eingesetzt, wo es günstige Bedingungen dafür gibt, und sie kann z.B. hundert Jahre nach der gegenwärtigen Geburt oder tausend Jahre vor dieser Geburt kommen. Trotzdem wird die Kausalität nicht gebrochen. So wie ein Bach und ein Fluss fließen, so wie ein Tropfen vom Himmel fällt und durch eigene Wege bis zum Bach gelangt und weiter fließt. Die Ufer dieses Flusses sind eigentlich Stätten schicksalhafter Ereignisse. Das Tröpfchen kann oben, in der Mitte oder ganz auf dem Boden fließen, wo es Steine abreibt. Ein anderes Mal kommt das Tröpfchen in einen Tümpel, wo seine Bewegung anhält und es für einige Zeit bleibt. Es ist eigentlich analog zum Stillstand im geistigen Wachstum. Wenn z.B. ein Mensch eine beschädigte Lehre einer Sekte annimmt und aufhört zu denken. Dann ist er für viele, viele Leben an diesen Einfluss gebunden, denn es ist der Einfluss, der uns die Richtung gibt, und es kann auch zehn Reinkarnationen dauern, bis er wieder in den Fluss gelangen und weiter fließen kann. Jedes Schicksal ist eigentlich wie eine Bahn des Tröpfchens. Z.B. von einer Pappel zu einer Weide. Aber dann kommt etwas, was man den Tod nennt, ein körperloses Leben und ein weiteres Eintauchen in ein neues Leben, ein neues Tröpfchen, das jedoch viele, viele Kilometer stromaufwärts oder stromabwärts sein kann. Jedes Tröpfchen wird seine Zeit wahrnehmen und wird sie als real wahrnehmen. Und die anderen Tröpfchen mit ihren Zeiten wird es nicht wahrnehmen. Trotzdem wird es alle Zeiten geben, sie sind eigentlich in einer unendlichen Stabilität. Von tieferer, philosophischer Sicht aus kann man sagen, dass es weder etwas gab, noch geben wird, sondern dass es alles gibt. Das Schicksal ist wie eine Bibliothek, ähnelt einem statischen Gebilde, in welchem es alle Prozesse gibt, nicht nur in ihrer Existenz, das könnte für viele noch verständlich sein, sondern sogar auch in ihrer Qualität. Das heißt, dass jedes Schicksal, das wir leben, z.B. mein Schicksal, seine niedrigeren, mittleren oder höchstmöglichen Durchgänge haben kann und dadurch auch in einem bestimmten Maß unterschiedlich sein wird. Wenn ich in meinem Schicksal ein schweres Ereignis habe, z.B. einen Unfall, kann dieser Unfall der Augenblick des Todes, oder nur eine Knöchelverrenkung sein, und das gilt für alle anderen grundlegenden Schicksalsereignisse.

Das Schicksal ist also ein mehrschichtiges Gebilde mit miteinander verknüpften Verbindungen. Verbindungen von Atomen, Steinen, bis zum Menschen, von Jedem und Allem, überall. Einzelne Teile fügen sich zusammen, und verbunden bilden sie am Ende einen Kreis. Wir empfinden uns heute als Menschen unserer Stufe. Aber es ist ja nur unsere, der Entwicklung entsprechende Vorstellung. Wir sind bereits jetzt sowohl am Anfang als auch am Ende. Wir sind alles und gleichzeitig das Niedrigste. Der Mensch bekommt in den höheren – manchmal auch niedrigeren – Stufen der geistigen Erkenntnis die Gabe, aus seiner menschlichen Körperlichkeit auszusteigen, und er kann in diesem Zustand sich mehr oder weniger mit dem Ganzen im zeitlichen und auch anderen Sinne verbinden. Dann kommt er zurück und ist bereichert, er ist jedoch wieder der gleiche Mensch, und bevor dies zu seiner wahren Eigenschaft wird, muss er noch viele, viele höhere Arten durchgehen. Es gibt einen Menschen, es wird einen höheren Menschen als uns geben, dann einen noch höheren und höheren. Man kann sagen, dass diese Entwicklung wie die Entwicklung des Lebens von den Pflanzen zu den Tieren ist, eine gleich lange Zeit steht zwischen unserem Anfangsmenschen und der Verschmelzung, dem Abschluss des Kreises, dem Eintritt, dem Einfließen in die Substanz. Einige naive Menschen möchten bereits jetzt in der menschlichen geistigen Dimension das Höchste sehen. Sie irren sich leider gewaltig. Vielleicht deshalb, weil diese Niedrigkeit es ihnen verwehrt, die erreichbaren Höhen zu erkennen. So wissen sie nicht einmal, was sie erreichen könnten, wenn sie dazu fähig wären.

Ich sprach gerade vom Schicksal als einem fertigen Gebilde, das sich aus der Substanz heraus kristallisiert, das alles, was es gab, gibt und geben wird, beinhaltet. Es ist ohne Bewegung, zeitlos. Es ist einer Bibliothek ähnlich, die ein Leser besucht, der einen bestimmten Band aussucht, in das Buch hineinhorcht, und dadurch wird die Handlung des Romans zur Handlung seines Lebens. Dann schließt er den Band, aber die Handlung gibt es immer noch, und er geht weiter zu einem anderen Band, der zu seinem neuen Leseerlebnis wird. Dazu ist noch eines zu sagen: Gerade diese Vielfältigkeit des Schicksals ermöglicht das, was als Entwicklung bezeichnet wird. Falsch ist die Auffassung des Fatalisten, der sagt: „Alles ist egal, alles wird sowieso geschehen, wie es geschehen soll, es ist Gottes Wille.“ Ja, das Schicksal ist Gottes Wille, den wir uns mit früheren Taten verdient haben und der nur das beinhaltet, was wir brauchen. Es gibt jedoch auch den menschlichen Willen, einen Gegenpol, der die Aufgabe hat, im guten Fall das Gute im Schicksal zu stärken, hin zum Leichtesten, deshalb Nützlichsten auch für andere Durchgänge. Das Schicksal selbst wird also nie bei zwei Menschen gleich sein, jedes Schicksal wird ständig durchlebt. Auch das meine, das Ihre, von Jedem, der existiert. Nur sind Sie es, die heute den Roman öffnen, und in unserer menschlichen Zeitauffassung ist es jetzt, wenn sie ihn lesen. Aus der höheren Sicht kann man jedoch nur sagen, dass das Schicksal in einer unendlichen Anzahl von „ich bin“ gelebt wird, diese gehen von Lebensende zu Lebensende, denn wo ist der Anfang im Kreis. Die Unendlichkeit kann nicht in Abschnitte geteilt werden. Trotzdem teilen wir das Schöpferische Werk für unser Verständnis in Abschnitte.

Mit dem Schicksal hängt die Idee der Reinkarnation, der Wiederverkörperung von Seelen, zusammen. Es ist wunderlich, wie wenig sich Menschen in dieser grundlegenden Frage der menschlichen Spiritualität zu helfen wussten. Fast alles spricht dafür, dass die Wiedergeburt existiert. Nicht fast alles, alles spricht dafür, dass die Wiedergeburt existiert. Dagegen spricht nur menschliche Mutmaßung. Wer die Wiedergeburt nicht kennt, kann viele Ereignisse im Leben nur sehr schwer erklären. Z.B. ein ausgesprochen guter und braver Mensch wird genauso wie der schlimmste Mörder vom Schicksal heimgesucht. Und ein in seinem Wesen böser Mensch hat trotzdem in seinem Schicksal sehr viel Glück. Ein Kind, das nicht sündigt, stirbt in schrecklichen Schmerzen, ein Sünder bleibt heil. Erst aus größerer Entfernung, nicht nur in einem Leben, kann man die Gerechtigkeit der Ordnung Gottes verstehen. Derjenige, der heute Glück hat, obwohl er nicht sehr gut ist, hat in der Vergangenheit vielleicht geholfen oder anderen gedient, und so hat auch er Recht auf die Hilfe und den Schutz des Schicksals. Derjenige, der heute gut und diszipliniert ist, kann sich im vorigen Leben buchstäblich wie ein Tier verhalten und alles um sich zerstört haben, und heute, um es selbst zu durchleben, wurde er ohne aggressive Persönlichkeit geboren und erlebt in der Ruhe seines Lebens einen Schlag nach dem anderen. So ist es auch bei Kindern und anderen, es ist noch viel, viel komplizierter. Nichts auf der Welt ist nur schwarz oder weiß. Das Leben ist ein komplizierter Fluss verschiedenster Eigenschaften, Elemente, Bindungen, die am Ende das Ergebnis bilden. Ein primitives Verständnis auf der ersten Ebene neigt oft dazu, dass man alles schwarz-weiß sieht, aber das stimmt nicht. Auch das Verhältnis von Gut und Böse gehört dazu, seine Funktion im Schöpferischen Werk, und wir erkennen, dass immer dann, wenn jemand durch das Schicksal belehrt werden muss, leider auch ein anderer geboren wird, der ihm diesen Unterricht dadurch ermöglicht, dass er böse ist und ihn beeinflusst. Derjenige, der das Ziel des Bösen ist, soll dies jedoch nicht vergelten, er soll – wenigstens teilweise – die Weisheit in der Einsicht haben und wenn notwendig sich auch wehren können, denn wenn er sich nicht wehren würde, wäre das ein weiteres Unheil. Das sind große Fragen der Menschheit und ich glaube, dass die Menschen ihre Aufmerksamkeit gerade von unwichtigen Sachen darauf richten. Weil es nicht ganz notwendig ist, Mathematik, Physik und Chemie zu kennen, aber es ist sehr notwendig, dass sie auch die Menschlichkeit kennen. Dass sie sich im Leben orientieren können, und zwar nicht so, dass jemand ihnen Weisungen gibt und sie belehrt, was man in jeder Situation tun soll, sondern eher dass er versucht, ihnen die Erkenntnis zu vermitteln. Daraus erstellen sie allmählich wieder Rechenaufgaben ihres Lebens. Wenn man wüsste, wie sinnlos es ist, Kriege zu führen, zu morden, zu stehlen oder andere zu benachteiligen, weil man am Ende sowieso begreift, dass man sich selbst schadet – als ob man sich selbst beißt, nur aus Egoismus haben wir dies nicht so wahrgenommen – dann würde man diese Tätigkeiten sicher unterlassen. Es wäre jedoch falsch, sie nur aus Angst zu unterlassen. Sie müssen einsehen, und dann kommt die Veränderung. Diese ist aber dauerhaft.

Das Reflexionsgesetz ist ein Grundelement. Es ist eigentlich ein Naturgesetz, das das Schicksal schafft, oder besser gesagt nicht schafft, sondern das unser nächstes Schicksal wählt. Es ist der höchste Lehrer, der immer, auch bei den Höchsten wirkt. Man kann es nicht aufheben, es kann nur stillgelegt werden. Daher schaffen Menschen, die in Harmonie mit Gottes Willen gehen, keine Taten, die sehr kräftige Eingriffe in ihre Schicksalhaftigkeit erforden würden. Ihr Leben wird dadurch auf eine gewisse Art ruhiger. Sie haben mehr Zeit für ihre geistige Arbeit, werden glücklicher in ihren Leben. Für heutige Menschen ist das jedoch eher eine Utopie. Aber es kommt die Zeit, in der auf der Erde relativer Frieden und Ruhe herrschen werden und die Menschen sich wieder dem widmen werden, wofür sie geboren wurden, was der Sinn ihres Lebens ist. Das Reflexionsgesetz zeigt es anschaulich, es ist die Grundgesetzmäßigkeit. Was du getan hast, muss du selbst ertragen, um seine Bedeutung zu verstehen. Deshalb wissen diejenigen, die den Weg der Erkenntnis gehen, sehr gut, dass nichts im Leben versteckt bleibt, dass alles ausgeglichen wird. Es wurde einmal geschrieben: „Du kannst nicht weggehen, bevor du nicht alles bis auf den letzten Heller zurückgezahlt hast.“

So möchten Menschen - obwohl sie weder in der Materie noch im Geist Raubtiere sind – sich diesem anpassen. Das ist eigentlich eher ein Zeichen der materiellen Dekadenz und des Untergangs des Menschengeschlechts. Manche berühmten historischen Persönlichkeiten sprachen mit ähnlichen Worten. Man könnte Gandhi, Schopenhauer, Tolstoi, Leonardo da Vinci, Barnard, Seneca, Pythagoras und viele andere zitieren, die als Menschen verstanden, dass sie keine Raubtiere sind. Dadurch, dass man kein Fleisch isst, wird man noch nicht zum geistigen Menschen. Kein Fleisch zu essen ist ein Zeichen, ein Symbol, dass dieser Mensch in einen Zustand gelangt ist, in dem er den Anderen für wichtig hält. Betrachtet man die apokalyptischen Bilder aus heutigen Schlachthöfen, Käfighaltungen, wo der Mensch die Tiere vielleicht am schlimmsten behandelt, kann man nicht umhin, als an ein anderes Gemetzel, im kommenden Krieg, zu denken.

Die böhmischen Länder werden in den kommenden Ereignissen relativ wenig geschädigt. Das Schicksal, eigentlich Gott, wusste sehr gut, wohin er uns alle stellt. Glauben sie deshalb nicht, dass es anderswo besser sein wird als dort, wo sie gerade sind, harren sie lieber auf ihren Stellen aus. Es kommt zu großen Veränderungen, die z.B. auch die Klimaänderung bringt. Böhmen wird ein subtropisches Klima haben und an der See liegen, obwohl es heute nicht so aussieht. Unsere Grenzgebirge werden an einigen Stellen zu Seeklippen. Die Erdachse wird verschoben. Sie änderte - wie immer öfters in verschiedensten Studien belegt wird - auch in der Vergangenheit mehrmals ihre Position, oft sehr dramatisch. Es kommt zu großen Veränderungen. Der Mann wird von Neuem beginnen. Und der Trost, von dem ich spreche, betrifft die vielleicht endlich erfüllte Möglichkeit des Übergangs in eine wirklich gleichgewichtige menschliche Existenz, in der wir wieder menschliche und göttliche Angelegenheiten in Einklang bringen. Mit ungewöhnlichem Nutzen für uns alle. Auf das so genannte goldene Zeitalter können wir uns bisher nur freuen. Aber es kommt schon. Für weitere mindestens 6000 Jahre können Menschen eine Periode der Entwicklung und des allgemeinen Wohls erleben. Glücklich sei derjenige, der sein Glück im Glück der Anderen sucht, darauf zielt auch die Richtung der Entwicklung. Man kann nicht unendlich nehmen, eigentlich stehlen. Irgendwann kommt man zum Ende, und es gibt nichts mehr zu nehmen. Ich wünsche Ihnen, die Sie sich diesen Film ansehen, dass Sie nur das Beste erleben.

Josef Zezulka: Man soll nicht nur an etwas glauben, man muss auch denken, nachdenken und sich verändern.

Spendeinformation:

Biotronik ist ein nichtmedizinisches Fach, das Patienten mit Erkrankungen, die durch bioenergetischen Mangel entstehen, pflegt. Es ist ein Fach, das ca. nach 1945 in Tschechien entstand, der Gründer, Josef Zezulka, bemühte sich schon von Anfang an, und auch wir, seine Nachfolger bemühen uns, dass dieses Fach allen zugänglich ist, allen dienen kann, die diese Art Hilfe brauchen werden. Damit das vor langer Zeit Begründete auch erfüllt werden kann, braucht die Biotronik auch standardmäßige Bedingungen. So entstand das Projekt des Biotronischen Zentrums für soziale Hilfe, das heute schon verwirklicht ist. Dieses Zentrum funktioniert, wir bauen ein Haus im Zentrum von Prag, und in diesem Haus sollten sowohl die biotronische Aktivität als auch Vortragstätigkeit im Rahmen der Universität des Seins und des Verbandes Sanator, der sich um die Ausbildung neuer Biotroniker kümmert, stattfinden. Um diese Aktivität durchzuführen, war es notwendig – weil wir keine gewinnorientierte Organisation sind und keine weiteren Einnahmequellen haben –, die Stiftung Nadace Bytí zu gründen. Diese wurde bereits 1993 gegründet und sammelt Mittel für jenes Ziel. Der Bau wird jetzt realisiert, und ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um allen zu danken, die bereits zu diesem Ziel beigetragen haben. Es waren keine kleinen Beträge, obwohl immer noch ein relativ großer Teil übrig bleibt. Es hängt also nun von Ihnen ab, von Ihrer Unterstützung der Idee der Biotronik. Wenn etwas richtig funktionieren soll, müssen dafür Bedingungen geschaffen werden, so wie es einem Chirurgen absurd erscheinen würde, auf der Straße, auf dem Tisch, im Staub zu operieren. Es hätte sicher einen großen Einfluss auf seine Arbeit. Und so ist es auch in der Biotronik notwendig, dass unter guten Bedingungen gearbeitet wird, das heißt: der Patient sollte von äußeren Einflüssen ferngehalten werden, damit die Heilung vollständig realisiert werden kann. Ich hoffe also, dass diese Möglichkeit wahr wird.

Auch ein kleiner Betrag ermöglicht den Bau dieser gemeinnützigen Einrichtung.

Der Film wurde im Jahre 1998 gemacht.