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Die Vier Tierkreis-ären

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Josef Zezulka - BYTÍ - DAS DASEIN - Lebensphilosophie

DIE VIER TIERKREIS-ÄREN

Es ist schon gesagt worden, dass im ganzen Schöpfungswerk alles in seinem gesetzmäßigen und regelmäßigen Rhythmus pulsiert. Bildlich ausgedrückt ist es der Atem, der sich auf den verschiedenen Gebieten des Schöpfungswerks als dessen Leben kundgibt. Es ist die Schöpferische Vier in Kraftgestaltung zum Unterschied von der Schöpferischen Vier in podstataischer Form. In der Kraftgestaltung manifestiert sie sich uns unter anderem auch im schöpferischen Wechseln der vier fundamentalen Zeitären, welche ein Teil des Tierkreises sind, welche wir uns im Interesse der Entwicklung der geistigen Kultur vergegenwärtigen müssen und in der Entwicklung des Wesens mit diesem Rhythmus rechnen.

Es ist so: Das Geschehen auf unserem Planeten, d.h. die gesamte Schicksalhaftigkeit unseres Planeten und daher Allem, was hier ist und in der Zeit fortdauert, projiziert sich in den Makrokosmos und ist mit dem Lauf der Planeten identisch. Es ist also der Lebensrhythmus des Weltalls, des Laufes der Planeten und des ganzen Sternenkomplexes, das Geschehen, welches mit dem Geschehen auf unserem Planeten verbunden ist und auf ihn wirkt. Unser Planet steht unter anderem auch unter dem Einfluss des Tierkreises. Dieser wirkt auf den Planeten nicht nur mit seinem fortschreitenden Einfluss seiner zwölf Tierkreiszeichen, auch mit seinem Gesamteinfluss, aber auch mit dem Einfluss, welcher Ausdruck der Schöpferischen Vier ist, teilt den Gesamteinfluss in vier Teile, die sich ungefähr in sechstausendjährigen Perioden geltendmachen.

Wenn ich sage ungefähr, muss ich erklären, dass ich selbst das Zeitmaß in meine Erfassung nicht aufgenommen habe. Das haben mir Astrologen gesagt, als ich diese Erkenntnis mit ihnen konsultierte. Sie kannten diese Zeitspanne schon von alten Zeiten. Ich weiß, dass sie sie auch schon im alten Ägypten kannten und vielleicht auch früher. Ich will keine anderen Erkenntnisse benützen, als diejenigen, die ich mit meiner Fähigkeit selbst aufnehme. Deshalb will ich vom Wesen des Dinges schreiben, und die präzisen Zeitangaben überlasse ich den Astrologen. Nach denen dauert eine Ära, also das Viertel des Tierkreises, etwas über 6 000 Jahre, und die Zeit einer Teilära, die ein Drittel von ihr ist, über 2 000 Jahre. Also dort, wo ich 24 000 Jahre, 6 000 Jahre und 2 000 Jahre schreibe, handelt es sich nur um eine grobe Bezeichnung.

Also die Einwirkungen des Tierkreises, dessen Herrschaft 24 000 Jahre dauert, zeigen sich im Wechsel von vier Zeitären, von denen jede ihren eigenen fundamentalen Krafteinfluss hat, der in seiner Zeit auf das Leben des Planeten einwirkt, und in der Zeit, wann auf dem Planeten Geschöpfe existieren, auch auf ihr Denken. Jede sechstausendjährige Ära setzt sich aus drei Teilären zusammen, welche wobei jede ihren eigenen Einfluss hat, mit dem sie die Einwirkung der Fundamentalära ergänzen, und je 2 000 Jahre dauern. Die Einflüsse der Fundamentalären sowie auch der zweitausendjährigen Teilären sind Gesetzmäßigkeiten der Schöpferischen Vier und haben ihren Charakter im eigenen zeitlichen Bereich.

Das heißt, dass eine sechstausendjährige Ära während ihrer Zeit auf den Planeten durch den zentripetalen Einfluss „E“ wirkt. Nach ihr kommt eine weitere, welche durch den zentrifugalen Einfluss „I“ wirkt. Darauf folgt die Ära des Ruhe­Einflusses „U“, die von der Ära des Feuer­Einflusses „A“ abgelöst wird.

Solange das Weltall existiert, in allen seinen Atmungs­verwandlungen wirkt der Rhythmus der vier Ären auf sein Geschehen ein. Es sind die Einflüsse, die sich im Leben des Planeten geltendmachten, immer, ob hier organisches Leben war, oder nicht. Sie machten sich allerdings gemäß den kosmischen Situationen geltend, aber immer durch schöpferische Kraft. Im Laufe der Entwicklung erschien einmal auf dem Planeten der Mensch, der diesen pulsierenden Einflüssen auch unterliegt, und zwar in dem Maße und der Weise, wie weit er entwickelt ist. Es waren gerade diese Einflüsse, welche so eigenartig die Kulturen der historischen Zeiten beeinflussten und sie immer in Zukunft beeinflussen werden. Sie wirkten und werden hauptsächlich auf das kollektive menschliche Denken wirken. Ihre Wirkung ist kraftmässig ständig gleich, macht sich aber bei den verschiedenen Menschen unterschiedlich bemerkbar. Der Mensch, der auf höherer Entwicklungsstufe ist, unterliegt ihnen weniger als ein Mensch der niedrigeren Stufe. Der Mensch auf höherer Stufe lässt sich nämlich von ihnen nicht passiv forttragen, sondern bemüht sich, das Gleichgewicht der Beeinflussung aufrechtzuerhalten, und nützt sie nur verhältnismäßig. Der Mensch niederer Entwicklungsstufe unterliegt ihnen mehr, lässt durch sie sein Denken leicht aus dem Gleichgewicht bringen, und oft wird seine psychische Komponente bis zur Deformation geführt. Dann hat das Gesetz der Reflexion mehr Arbeit. Weil das sehr wichtige Einflüsse für die Entwicklung sind, die auf das kollektive Denken der Menschheit einwirken und auf die psychischen Komponenten des Einzelnen, wird uns ihr zeitlicher Verlauf interessieren.

Jedes Tierkreiszeichen herrscht ca. 2 000 Jahre, drei aufeinander folgende bilden eine sechstausendjährige Ära. Sie sind nacheinander fortlaufend so angeordnet: (Das ist nicht meine Erkenntnis, sondern die der Astrologen)


Zeichen   Charakter   Zeit

Stier E
Widder A E
Fische U

Wassermann I
Steinbock E I
Schütze A

Skorpion U
Waage I U
Jungfrau E

Löwe A
Krebs U A
Zwillinge I



Von der Wirkung dieser Einflüsse können wir uns mit einem Rückblick in die Historie überzeugen, die uns bekannt ist. Gerade jetzt stehen wir an einem Zeitumbruch. Es endet die Herrschaft der sechstausendjährigen zentripetalen Zeit, und es beginnt die zentrifugale. In den vergangenen 6 000 Jahren war das gesamte Handeln der Menschheit zentripetal gerichtet. Erinnern wir uns, wie ihm (dem Einfluss) die Menschheit in ihrer entwicklungsmäßigen Unvollkommenheit umsonst stark unterlag, zum Nachteil für das Gleichgewicht, welches im Dasein Ideal und Notwendigkeit ist.

Die zentripetale Einstellung gab sich überall kund. Bei den Individuen war an erster Stelle das eigene „Ich“. Die menschliche Lebensart war egozentrisch. An erster Stelle der Lebensinteressen stand das Ego bis zu stark hervor, und alle Übrigen waren dem Mensch mehr entfernt, als sie hätten sein sollen. Der Mensch hat den Gedanken eingenommen, dass er der einzige ist, der unter allen Geschöpfen das größte Recht auf das Leben hat. Er nahm auf die anderen Geschöpfe keine Rücksicht mehr, betrachtete ihr Leben schon nicht als gleichwertig, so wie sein eigenes ist. Es verstärkten sich niedere Jagdtriebe, die sich schon vom vergangenen Gesamtrhythmus vor 24 000 Jahren übertragen haben. Das zentripetale Denken der Familien, der Stämme, der Staaten usw. verstärkte sich. Die Stämme bemühten sich, die Macht im Staate an sich zu reißen und die Schwächeren auszubeuten. Die Staaten bemühten sich, sich andere Staaten zu unterwerfen und sie auszusaugen. Überall machte sich das zentripetale Ich geltend. Die Zentripetalität ist bis zum gewissen Maße natürlich und für das Leben erwünscht. Aber in der zentripetalen Zeit war der Egozentrismus unnatürlich und übermäßig stark. Über die Einstellung der Menschen könnte man viel reden. Ich denke aber, dass das überflüssig ist. Wenn wir über diese Zeit nur ein bisschen nachdenken, finden wir ein ungesundes zentripetales Denken und die Einstellung der menschlichen Gesellschaft überall und in allem.

Die sechstausendjährige Ära setzt sich aus drei Teilären, von denen jede auch ihren eigenen Einfluss hat, mit dem sie die gesamte Ära ergänzt und verfärbt. Jede Teilära dauert ca. 2 000 Jahre. Wie die Tabelle zeigt, wurde die gerade vergehende Ära in den ersten zwei Jahrtausenden noch in ihrem zentripetalen Charakter durch den zentripetalen Einfluss des Stiers bestärkt. Die zweiten zweitausend Jahre trugen den ergänzenden Einfluss des Feuers und die dritten, die wir gerade verlassen, hatten den ergänzenden Einfluss der Ruhe. Und gemäß dieser Einflüsse sahen auch die gegenwärtigen religiösen und gesellschaftlichen Kulte und Regime aus.

Blicken wir wieder auf die Kultur und das Denken der Menschen der gerade vergehenden zweitausendjährigen Ära zurück.

In unserem Teil der Welt entstand die christliche Kultur. Obwohl Jesus als ihr Gründer sich in seinem Leben um die Herstellung des Gleichgewichts bemühte, und auf die Notwendigkeit des ausgeglichenen Altruismus (Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst u.ä.) hinwies, verhielten sich seine Nachfolger so, als ob sie davon nichts wissen wollten. Sie verkündeten den Gedanken, handelten aber anders. Die Lehre haben sie auf den Kopf gestellt und die Zentripetalkraft herrschte. In der Kirche entfaltete sich ein Machtkampf. Die regierenden Adelsgeschlechter drangen in die Führung ein, verfolgten ihre eigenen Machtinteressen und Unwissende entschieden nach weltlichen Interessen über die geistige Führung. Jesus, der die Lehre gründete und die Fähigkeit des direkten Vorwissens der Lebenswahrheit und des Gesetzes besaß (diese Fähigkeit hat ein Wesen, das auf unserem Planeten regelmäßig alle 2 000 Jahre geboren wird, immer beim Übergang in die zweitausendjährigen und auch sechstausendjährigen Einflussären, davon später) und auch imstande war, diese Fähigkeit seinen auserwählten Nachfolgern zu übergeben, soweit sie mit ihm verbunden und auf ihn abgestimmt waren, übergab sie, wie angeblich die Heilige Schrift verlautet, an Petrus. Dieser sollte sie dann weitergeben. Diese Kette wurde aber von ungeeigneten und gewaltsam eingesetzten Nachfolgern zerrissen und die Fähigkeit des direkten Wissens erlosch. Durch den Einfluss des ungeeigneten zentripetalen Denkens erhielt die Kirche einen anderen Charakter. Anstelle des Gleichgewichts zwischen dem Vorwissen und dem Glauben trat die Unwissenheit an. Aus ihr dann, und aus der Unmöglichkeit richtiger Darlegungen und dem verlorenen tiefen Begreifen entwickelte sich in den Artikeln der Lehre oftmals nur der blinde Glaube. Der Egozentrismus drang bis in die eigentlichen Fundamente ein. Der Mensch sollte nur deshalb gut sein, um mit der ewigen Seligkeit belohnt werden zu können, und nicht aus dem schöpferischen Grunde eines ausgewogenen podstataischen Zustandes. Das gesamte geistige Interesse konzentrierte sich auf das spezifische Leben des Menschen.

Bei schwächer entwickelten Individuen, die Glieder religiöser Gemeinschaften waren, und die nicht genug Kraft besaßen, sich ihr geistiges Gleichgewicht zu bewahren, kam es oft zu einer sehr großen Beeinträchtigung ihrer psychischen Form. Sie züchteten eine sehr starke zentripetale Komponente und Komponente der Ruhe ihres psychischen Teils, ließen sich durch sie beeinträchtigen und in vielen Fällen kann sogar von Deformationen gesprochen werden. Ihr Gedankengang muss sich selbstverständlich projizieren auch in ihr Aussehen, so dass es nicht schwerfällt, sie zu erkennen. Es sind die sog. Scheinheiligentypen. Das sind meist sehr brave Leute, weil sie nach den religiösen Regeln diszipliniert sind, aber man spürt direkt aus ihnen eine geradezu übertriebene Wirkung der Ruhe und den zentripetalen Einfluss. Das gleiche findet man bei Individuen östlicher Lehren, die durch das Nichtbegreifen das Bestreben nach dem Erwerb der eigenen Seligkeit in ihrer Ruhe, die Loslösung ihres Sinnes von der Gesamtheit und ihre Konzentration auf sich selbst, über alles erhoben. Hier ging in vielen Fällen der ursprüngliche, richtige Gedanke verloren, und es entstand eine zentripetale, ruhende Beeinträchtigung der psychischen Komponente.

Die Einflüsse der Ära und der Teilären zeigen sich ganz richtig und gesetzmäßig auch in anderen kulturellreligiösen Kundgebungen. So muss z.B. die meditative Position mit ihnen im Einklang stehen. So haben wir in den letzten zweitausend Jahren beim Christentum die Position des Kniens, richtig, knieend auf den Fersen sitzen, die Hände sind gefaltet und so die Beine und auch die Hände eine zentripetale Lage einnehmen. Ähnlich ist die östliche Position, es ist das Sitzen mit gekreuzten Beinen und mit in den Schoß gelegten Händen. Die Arme und Beine, die von der Mitte des Körpers nach außen weisen, sind in dieser Position zurück zur Mitte gerichtet. Gemeinsam mit dem zentripetalen Sinn sind sie mit dem zentripetalen und dem Einfluss der Ruhe abgestimmt.

Also das ganze Geschehen und die menschlichen Kundgebungen sind markant beeinflusst, durch die Einflüsse der Ären. Zwei bis viertausend Jahre zurück, hat den fundamentalen, zentripetalen Einfluss noch der Einfluss des Feuers ergänzt, welcher sich durch Vitalität, Leidenschaft und in seiner fundamentalen zentripetalen Wirkung manchmal bis zum Fanatismus kennzeichnet. Der „Sonnengott“ wurde angebetet.

Vordem, also um 4 bis 6 Tausend Jahre vor der jetzigen Zeit, begann der zentripetale Einfluss, welcher an seinem Beginn noch durch eine zentripetale Teilära verstärkt wurde. Meditative und magische Positionen der Priester waren in liegender Stellung auf dem Boden vor dem Altar usw. Die Schilderung der Ären ist aber Sache der Historiker. Ich erwähne das nur am Rande.

Zum besseren Verständnis stellen wir den Tierkreis graphisch dar. Es ist ein Kreis mit zwölf Zeichen:

Tierkreis

Die Zeit seines gesamten Wirkens beträgt ca. 24 000 Jahre. Das wissen wir schon, und jetzt müssen wir weitergehen. Diese eine Gesamtzeit wechselt auf unserem Planeten zwölfmal. Also 12 × ca. 24 000 Jahre, d.h. ca. 288 000 Jahre. Hier wird die Abweichung von der genauen Zeit schon beträchtlich. Jeder einzelne Tierkreis hat noch seinen eigenen Gesamtcharakter von einer der Kräfte der Schöpferischen Vier, durch den er komplett die ganze Zeit des Tierkreises beeinflusst.


zvěrokruh

Jeder einzelne Tierkreis hat noch seinen eigenen Gesamtcharakter von einer der Kräfte der Schöpferischen Vier (IEAU). 12 Tierkreisperioden, jede mit 24 000 Jahren, bilden eine große Epoche, die ca. 288 000 Jahre umfasst. Von dieser gibt es wieder zwölf. Jeder einzelne hat wieder seinen eigenen Charakter (IEAU). Und so wächst die Zeit an, und in ihr pulsieren ständig vier Einflüsse.

Das Wechseln der Kräfte der Schöpferischen Vier und ihr Wirken erweitern sich so in höhere und höhere Lebensbereiche. Ihr regelmäßiges Wirken bekundet sich sowohl im Rhythmus des menschlichten Atems, gleich so in den 24 Stunden eines Tages, ebenso wie in der Zeit eines Jahres, gleich so in der Zeit des Umlaufs des Tierkreises, gleich wie in der Zeit des Gesamtumlaufs der zwölf Tierkreise, oder im Atem des Weltalls. Es ist der regelmäßige Lebensrhythmus in allen Bereichen des Schöpfungswerks. Es ist das Einfluss-Geschehen von vier Lebenspulsen, welches alles bildet und beeinflusst, was für unser Wahrnehmen existiert, sich entwickelt und fortschreitet. Es ist der Atem des fundamentalen, podstataischen Gedankens. Ich weiß nicht, ob es mir gelungen ist, alles so auszudrücken, wie ich weiß und fühle, ich weiß aber, dass das die Grundlage des Lebens ist, worüber man gründlich nachdenken muss.

 

 
 
 
 

Josef Zezulka - BYTÍ - DAS DASEIN - LebensphilosophieJosef Zezulka - BYTÍ - DAS DASEIN - Lebensphilosophie
Nach dem tschechischen Original Bytí – životní filosofie
Herausgegeber: © Tomáš Pfeiffer – Dimenze 2+2 Praha, Soukenická 21, 110 00, Prag, 2009
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Jede Verwertung in anderen als den gesetzlich zugelassenen Fällen bedarf deshalb der vorherigen schriftlichen Einwilligung des Verlages.
© Tomáš Pfeiffer, 2009
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ISBN 80–85238–40–3

  

 
     
 
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