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Die Lebensenergetik – Für die Vitalität

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Josef Zezulka - BYTÍ - DAS DASEIN - Lebensphilosophie

DIE LEBENSENERGETIK

c) Für die Vitalität:

Die vitale, anders auch biologische Kraft, Bioenergie, Lebenskraft, Seele – teilt sich in zwei Ströme. Der eine stärkt und dynamisiert den Körper, d.h. seine Vorgänge, Prozesse. Er wirkt als das Leben der Materie. Der zweite Strom dynamisiert die psychische Komponente und in Verbindung mit dem ersten bekundet er sich als das gesamte Leben. Weil beide Ströme gleichen Ursprungs sind, umgießen sie sich und ergänzen sich gegenseitig. Ihre Potenz ist beweglich. Sie kann ansteigen oder absinken, bei einem von ihnen oder bei beiden als Ganzes.

Die vitale Kraft wendet sich im Körper dorthin, wo sie mehr gebraucht wird. Wenn sich der Mensch mehr körperlicher Arbeit widmet, dann wendet sie sich mehr den Muskeln zu, bei größerer geistiger Tätigkeit mehr dem Gehirn. Es ist ähnlich wie mit den materiellen Nährstoffen. Der Turner, der seine Muskeln trainiert, führt ihnen mehr Nährstoffe zu, wohingegen ein Geistesarbeiter mehr sein Gehirn ernährt. Die dauernde Hinwendung der Vitalkraft zum Körper oder zur psychischen Komponente ist mehr oder weniger langsam, nicht plötzlich. Damit will ich aber nicht sagen, dass der körperlich arbeitende Mensch in seinem psychischen Bereich die Vitalkraft vermisst, oder umgekehrt. Dabei wird nur der arbeitende Teil dauernd mehr bestärkt. Deshalb soll der psychisch arbeitende Mensch genügend physische Bewegung haben, dass er das Kräftegleichgewicht aufrechterhält und der physisch Arbeitende soll sich in seiner Freizeit psychischer Tätigkeit widmen.

Die Vitalkraft wird vervollständigt, meist passiv unterbewusst. Einen Teil von ihr erhalten wir durch die Nahrung, allerdings nur durch frische und solche, in der das Leben bewahrt ist, weitere verschaffen wir uns durch die Atmung und den Schlaf.

Mit der Atmung gewinnen wir nicht nur Sauerstoff, sondern auch vitale Kraft, welche sich aus der großen kosmischen Quelle ergänzt. Dort ist ihr ständiges Reservoir. Ihr ununterbrochener Strom durchgeht das ganze Weltall und durchdringt alles, was lebt. Der Atem hat für den Menschen eine weit größere Bedeutung, als sich viele denken. Nicht nur, dass er dem Körper Sauerstoff und vitale Kraft liefert, aber er leitet ein und regelt auch den Lebensrhythmus, der so wichtig ist wie die Bindung der vitalen Potenz an die zeitliche Dimension.

Die Schöpferische Vier muss sich selbstverständlich auch in der vitalen Kraft geltend machen. Auch hier muss das Element Erde (zentripetal), Luft (zentrifugal), Feuer (Erregung) und Wasser (Ruhe) sein. Außer der vollen Aufnahme der vitalen Kraft durch den Atem, schöpfen die Wesen (also auch der Mensch) ihre Grundelemente wie folgt:

Das zentripetale Element: die Vitalkräfte werden meist von den Fußsohlen, teilweise auch von der Oberfläche des gesamten Körpers und zum Teil auch von den Handflächen angenommen.

Das zentrifugale Element nehmen die Wesen vorwiegend durch die Atmung an. Mit ihrer Behaarung oder ihrem Gefieder schöpfen sie ausgewogen das zentripetale mit dem zentrifugalen Element. Damit werden im Kräfteregime die Elastizität und das Nervensystem gestärkt, in welchem die Nervenimpulse bekräftigt werden.

Das erregende Element nehmen die Wesen vorwiegend durch die Oberfläche des ganzen Körpers, zum Teil auch durch die Atmung an.

Das Element der Ruhe wird vorwiegend von den Handflächen und Füßen, zum Teil vom ganzen Körper geschöpft.

Alle vier Elemente zusammen werden ergiebig durch den Schlaf aufgenommen.

Die Aufnahme ist, soweit es die Quantität betrifft, nicht bei allen Geschöpfen die gleiche. Wenn das Geschöpf voll und ganz in Verbindung mit der Natur lebt, wie die Mehrheit außer der Mensch, dann empfängt es die volle Lebenskraft automatisch, so geformt, wie welche Wesensgattung es fordert. Anders ist es beim Mensch. Dadurch, dass wir uns vom normalen und natürlichen Leben entfernt haben, haben wir auch den stetigen Zustrom der vitalen Kräfte gestört und ihre Struktur deformiert. Einst begann der Mensch, sich die Felle anderer Geschöpfe anzuziehen. Er schaltete seine eigene natürliche Behaarung von seiner Funktion aus und im Laufe der Zeit verkam sie, bis sie ausfiel. Dann isolierte er seine Füße von der direkten Berührung mit der Erde dadurch, dass er begann, sich zu beschuhen. Die Nahrung begann er mit Feuer zu beeinflussen, und so durch die Kochzubereitung die Vitalität vernichtete usw.

Zusammenfassend gesagt: Sobald die automatische Annahme der Lebenskraft oder ihrer Elemente zerstört wurde, begann der Körper zu degenerieren. Heute haben wir die Annahme schon sehr eingeschränkt, und das macht sich auch an dem Krankenstand bemerkbar. Wie schon gesagt wurde, ist es wahr, dass gegen die Zunahme des erhöhten Krankenstandes durch die ständige Entwicklung der Medizinischen Wissenschaft gekämpft wird, aber das ist nur ein stetes Ausweichen von der Wirklichkeit und eigentlich nur das Austreiben eines Keils mit einem anderen.

Souhrnně řečeno: Jak bylo porušeno automatické přijímání vitální síly nebo jejích prvků, začalo tělo degenerovat. Dnes již máme příjem velmi omezený, a to se také projevuje na nemocnosti. Jak již bylo řečeno, je pravda, že se proti zvýšené nemocnosti bojuje stálým rozvíjením lékařské vědy, ale to je jen stálé uhýbání skutečnosti a vlastně jen vytloukání klínu klínem.

Der Mensch hat sein gewisses Vitalniveau, jeder ein bisschen anders, je nach seiner Lebensweise und auch der Lebensweise seiner Vorfahren. Es wird überwiegend automatisch auf seiner Höhe gehalten. Auf dieser Basis lebt man, danach ist einer mehr oder weniger vitaler, als der andere. Die Ergänzung dieses fundamentalen Niveaus ist individuell schwächer oder stärker. Niemand lebt aber so, dass er diese Quote auf einmal und ganz ausschöpft. Er kann nur einen Teil davon verbrauchen und der übrige Teil bleibt als Reserve, aus welcher größere und ungewöhnliche Ausgaben gedeckt werden. Wenn er seinen Teil für das normale Leben verbraucht, verspürt er Müdigkeit und muss ausruhen. Die Müdigkeit verrichtet die Funktion eines Regulators.

Mit unserer Quote wirtschaften wir nach eigenem Willen. Unsere Wesenheit überlasten wir z.B. entweder zeitweise oder chronisch und füllen sie mehr oder weniger nach. Die Kräfte in unserem Körper lenken wir in verschiedene Richtungen, entweder zur Stärkung des Gehirns oder der Muskeln, oder wir stärken die sexuelle Potenz.

Wenn ein Kind geboren werden soll, ist es nötig, bei der Empfängnis die Lebenskraft des Vaters und der Mutter in den Akt zu konzentrieren. Beide richten in ihrer geschlechtlichen Anspannung und ihrer sexuellen Ekstase ihre Vitalität mehr nach unten, in die Geschlechtsorgane. Hier verbinden sie sich und entladen sich entweder nutzlos, oder erfüllen ihren Zweck.

Anders ist es möglich, die vitalen Kräfte zu schöpfen und sie zum größeren Potenzieren des Gehirns zuzuwenden. Es handelt sich nicht nur um die Stärkung der Gedankenpotenz, sondern auch um die Stärkung des vegetativen Nervensystems, oder die Erhöhung der Empfindlichkeit der sensitiven Zentren. Zu diesem Zwecke wurden schon lange psychosomatische Übungen geplant, mehr oder wenig zweckmäßig und zutreffend. In religiösen Richtungen, welche zu verschiedenen Zwecken verschiedene Übungen anwenden, ist vielleicht die meistbekannte und meistverbreiteste Praxis das Schöpfen vitaler Kräfte durch die Atmung.

Die vitale Kraft durchströmt das ganze Weltall. Es ist die gesamte Kraft – grob und ungenau gesagt – eine anorganische, da sie nicht organisch geformt ist und am organischen Geschehen nicht teilnimmt. Vorläufig. Analogisch können wir sie mit der anorganischen Materie vergleichen, die bisher auch nicht am organischen Geschehen beteiligt ist.

Außer dieser haben wir um uns auch eine organische, also eine schon dem Wesen angeschlossene, und zwar in großer Vielfalt. Das bekundete Wesens-Leben strahlt sie auf der Oberfläche unseres Planeten aus. Es ist überwiegend die vitale Kraft der verschiedenen Pflanzen und Wälder. Deshalb kräftigt uns unter anderem der Aufenthalt in der Natur, während der Aufenthalt in städtischem Milieu erschöpft und erschlägt. Es gibt auch Praktiken, wie man die Vitalkraft der Bäume schöpft, aber darüber vielleicht später.

Die vitale Kraft formt sich in eine bestimmte Struktur und Form, je nach der Entwicklungsgattung des Lebewesens oder der Pflanze. Sie formt sich analogisch so wie die Form des Körpers oder die psychische Form. Im Verlauf ihres Lebenswirkens nützt sich diese Form außer Schwankungen ihrer Potenz auch ab und im Verlauf der Krankheiten ändert sie sich teilweise. Schon längst ist die Tatsache bekannt, dass der lebendige Körper die sog. Aura ausstrahlt – oder anders gesagt – die Ausstrahlung der vitalen Kraft um den Körper eine sog. plasmatische Hülle bildet. Diese Tatsache bestätigen in letzter Zeit die Wissenschaftler, die ein Verfahren entwickelten, wie man die Ausstrahlung der vitalen Kraft fotografieren kann, und das sogar in Farben. Nach der Farbe lässt sich die ausgestrahlte Qualität und nach der Breite der Strahlung in der Richtung vom Körper ihre Intensität feststellen. Dort, wo der Körper krank ist, genauer über der erkrankten Stelle, weist das Plasma eine Beschädigung oder eine dunklere Verfärbung auf. Durch diese Weise ist es möglich, auch bei der Diagnostik zu helfen, aber was die Hauptsache ist, dass diese alte Erkenntnis die Wissenschaft endlich beglaubigt hat, und so gibt es hinsichtlich der Ausstrahlung vitaler Kräfte keine Zweifel mehr.

Schon früher bemerkten die Wissenschaftler eine Merkwürdigkeit. Sie züchteten für ihre Versuche Mäuse im Terrarium. Wenn ein Mäuschen erkrankte, drängte es sich zwischen die gesunden und rieb sich an ihnen. Warum? Vielleicht wusste es, dass es sich durch die Reibung an den Gesunden einerseits des krankhaften Plasmas entledigt, aber hauptsächlich, dass es von ihnen die vitale Kraft für seine Genesung übernimmt.

Es gibt Menschen, die die besondere Fähigkeit haben, dass sie ihre vitale Kraft zum Zwecke der Heilung auf andere übergeben können. Diese Fähigkeit ist durch eine größere bis beträchtliche Durchströmung von vitalen Kräften durch ihren Körper bedingt, so dass sie sich bei der Übergabe schnell ergänzen. Jeder Mensch kann, aber nur in geringem Maß, bewusst seine vitale Kraft dem bedürftigen Kranken übergeben. Diese Kraft muss aber nicht richtig und entsprechend der Krankheit geformt sein oder sie muss nicht so universal und so ausreichend sein, wie es die Kraft eines fähigen Heilers ist. Wer diese beschriebene Fähigkeit nicht hat und gibt, muss wissen, dass er aus seinem Vorrat gibt und um sie verarmt wird, weil sich ihm die Kraft nicht schnell ergänzt. Auch die vitale Erschöpfung merkt sich der Mensch nicht so wie die physische, und sollte er sich auf diese Weise mehr erschöpfen, könnte er sich schaden.

Diejenigen, die die Fähigkeit besitzen, vitale Kräfte zu übergeben und so heilen, nennen wir je nach dem Grade ihrer branchenspezifischen Reife Magnetiseure, die Reiferen Heiler oder Sanatoren. Das Fach ihrer Tätigkeit wird als Heilkunde oder Biotronik bezeichnet. In der Sowjetunion war dieses Fach als Bioenergotherapie bekannt.

 

 
 
 
 

Josef Zezulka - BYTÍ - DAS DASEIN - LebensphilosophieJosef Zezulka - BYTÍ - DAS DASEIN - Lebensphilosophie
Nach dem tschechischen Original Bytí – životní filosofie
Herausgegeber: © Tomáš Pfeiffer – Dimenze 2+2 Praha, Soukenická 21, 110 00, Prag, 2009
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© Tomáš Pfeiffer, 2009
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ISBN 80–85238–40–3

  

 
     
 
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